Winterkonservierung des Bootsmotors – Schritt für Schritt


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Die richtige Konservierung des Motors kann Ihnen Tausende von Kronen und Stunden an Reparaturen ersparen, wenn die Saison wieder beginnt.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie dies selbst tun können – egal ob Sie einen Innenbord- oder Außenbordmotor haben.

1. Vorbereitungen vor dem Hochnehmen

  • Stellen Sie sicher, dass das Boot an Land ist und stabil steht, bevor Sie mit der Arbeit beginnen.
  • Halten Sie alle Werkzeuge und Materialien griffbereit – Schläuche, Eimer, Glykol, Ölpumpen, Lappen, Handschuhe, Sprühöl etc.
  • Halten Sie das Motorhandbuch bereit. Befolgen Sie die Empfehlungen des Herstellers für Ihren Motor (z.B. welcher Frostschutz zugelassen ist).

2. Warmlaufen und Spülen

Starten Sie den Motor und lassen Sie ihn laufen, bis er Betriebstemperatur erreicht hat – dadurch öffnet sich der Thermostat.
Jetzt ist es Zeit, Süßwasser durch das System zu spülen: Verwenden Sie einen Spülanschluss oder einen Schlauch, der an den Seewassereinlass angeschlossen ist.
Stellen Sie sicher, dass das Wasser klar ist, ohne Salz oder Schmutz, und setzen Sie das Kühlsystem niemals unter Druck.
Dadurch werden Ablagerungen und Salz entfernt, die sonst Korrosion verursachen könnten.

3. Kühlsystem entleeren und konservieren

Es gibt zwei Haupttypen von Kühlsystemen – direkt seewassergekühlte und interne Wärmetauschersysteme.
Die Methoden unterscheiden sich geringfügig:

a) Seewassergekühlter Motor

  1. Lösen Sie die Saugleitung von der Seewasserpumpe auf der Innenseite.
  2. Schließen Sie einen Schlauch an die Saugleitung an und platzieren Sie das Ende in einem Eimer mit 50 % Süßwasser / 50 % Glykol (verwenden Sie den vom Motor unterstützten Typ).
  3. Starten Sie den Motor im Leerlauf. Lassen Sie die Glykolmischung zirkulieren, bis sie den Auspuff erreicht und klar aussieht.
  4. Schalten Sie den Motor ab und lassen Sie die Flüssigkeit darin. Sie dient als Schutz vor Frost und Korrosion.
  5. Überprüfen und reinigen Sie den Seewasserfilter, bevor Sie das System schließen.

b) Internkühlung / Wärmetauschersystem

  1. Spülen Sie das System mit Süßwasser, um Salz und Schmutz zu entfernen.
  2. Überprüfen Sie den Kühlmittelstand im Ausgleichsbehälter und füllen Sie bei Bedarf mit dem richtigen Frostschutzmittel (gemäß Herstellerempfehlung) nach.
  3. Wenn der Motor Zinkanoden im Wärmetauscher hat, schrauben Sie diese ab und prüfen Sie sie – ersetzen Sie sie, wenn sie zu mehr als 50 % abgenutzt sind.

4. Öl- und Filterwechsel

  1. Den Motor vor dem Ablassen einige Minuten warmlaufen lassen – warmes Öl lässt sich leichter entfernen.
  2. Verwenden Sie eine Ölpumpe oder entleeren Sie über die Ablassschrauben. Achten Sie darauf, Schlamm zu entfernen, der sich am Boden der Ölwanne abgesetzt hat.
    Überprüfen Sie das Ölvolumen anhand des Handbuchs und stellen Sie sicher, dass das gesamte alte Öl abgelassen wird.
  3. Füllen Sie neues Öl mit dem richtigen Volumen und der richtigen Qualität für Ihren Motor ein.
  4. Starten Sie den Motor kurz, damit das neue Öl alle Komponenten schmiert.
  5. Überprüfen Sie, ob keine Leckagen am Ölfilter vorhanden sind und der Ölpeilstab den richtigen Stand anzeigt.
  6. Warten Sie auch das Getriebe/Wendegetriebe, sofern Ihre Installation dies besitzt.

5. Kraftstoffsystem und Einspritzung

  1. Fügen Sie dem Tank vor der letzten Fahrt einen Kraftstoffstabilisator hinzu. Lassen Sie den Motor laufen, bis er stehen bleibt, um Leitungen/Einspritzung zu entleeren.
  2. Entleeren Sie den Wasserabscheider und reinigen/ersetzen Sie den Filter.
  3. Für Benzin mit Vergaser: Zündkerzen entfernen und Konservierungsöl in die Zylinder sprühen. Den Motor manuell ein paar Umdrehungen durchdrehen.

6. Impeller, Schläuche und andere Teile

  1. Impeller ausbauen, prüfen und reinigen. Dunkel in einer Plastiktüte aufbewahren, damit das Gummi nicht austrocknet.
  2. Kühlwasser- und Abgasschläuche überprüfen: biegen/ziehen Sie daran, um Risse zu finden – verschlissene Teile ersetzen.
  3. Keilriemenspannung überprüfen (Richtwert ~10 mm Spiel in der Mitte des Riemens) und bei Bedarf einstellen.
  4. Bewegliche Teile (Steuerungen, Lenkstangen, Achse, Muttern) und Kontaktflächen mit feuchtigkeitsschützendem Spray schmieren.

7. Elektrik und Batterien

  1. Batterie ausbauen und kühl, aber frostfrei lagern. Vollständig aufladen und bei Bedarf den Säurestand überprüfen.
  2. Wenn die Batterie eingebaut bleibt: Minuspol abklemmen, um Selbstentladung zu reduzieren.
  3. Feuchtigkeitsschutz auf elektrische Kontakte, Startrelais und Instrumente sprühen, um Korrosion entgegenzuwirken.

8. Abschließende Kontrollen und Abschluss

  • Gehen Sie alle Stopfen und Ablasslöcher durch – nichts sollte offen stehen, wo sich Wasser sammeln kann.
  • Stellen Sie sicher, dass Klappen und Lüftungsöffnungen geschützt sind, aber eine gewisse Belüftung vorhanden ist, um Kondenswasser zu vermeiden.
  • Decken Sie das Boot ab, aber denken Sie an die Belüftung. Dokumentieren Sie die Arbeit in einer Checkliste/einem Servicebuch.
Wichtig:
Die obigen Informationen sind eine Richtlinie. Überprüfen Sie immer das Motor- und Getriebehandbuch und befolgen Sie die neuesten Empfehlungen des Herstellers.